Trend: Energie-Autarkie als Basis für ein unabhängiges Leben

Die Natur gibt uns alles, was wir benötigen und benötigen werden. Teilweise nutzen wir aber die daraus entstehende Chance nur sehr selten. Dank Sonne und Wind haben wir als Basis eine Energiequelle, wodurch wir verschiedene Lebensbereiche autark machen können. So entsteht eine Unabhängigkeit gegenüber der netzgebundenen Infrastruktur.

Warum die Autarkie zum Wohlstand beiträgt

Die Autarkie sorgt für eine Unabhängigkeit gegenüber allen Faktoren. Es war früher üblich, aber zu beginn der Industrialisierung hat dies sehr nachgelassen. Das Haus steht auf einem Hof mit eigener Funk oder Satellitenverbindung und einem großen Beet an Obst und Gemüse. Technisch ist das heute wieder möglich — aber die Kosten schrecken ab.

Für ein autarkes Leben wird aber an sich gar nicht viel benötigt. Zunächst müssen Nahrungsmittel angebaut werden. Die Landwirtschaft müsste neben den Pflanzenanbau auch eine Viehzucht umfassen. Für den Alltag wird aber Energie benötigt, die aus Wärme und Strom erzeugt wird, denn auf Licht, Kühlschrank und Wärme möchte niemand verzichten.

Einzig die Wasserversorgung müsste über einen Energieversorger laufen, da das Wasser abgepumpt wird. Für technische Bereiche wie dem Internet steht aber wieder nichts im Weg durch Funk- und Satellitenmodule. Der dafür benötigte Strom wird selbst erzeugt.

Zu Zeiten des Klimawandels gibt es immer mehr Unternehmen die sich genau mit dieser Vision beschäftigen: der autarke Haushalt. Eben Systeme, worüber die Energieversorgung noch einfacher funktioniert und vielleicht auch deutlich günstiger.

Konzept: Farm from a Box

Das Unternehmen „Farm from a Box“ aus San Francisco hat eine Idee: In einem üblichen Container befinden sich alle Komponenten, damit eine Farm mit einer Anbaufläche von 8.000 Quadratmeter aufgebaut werden kann. Hieraus resultiert eine eigene Erzeugung für Nahrungsmittel ohne Anschluss auf die üblichen — öffentlichen — Versorgungsnetze. Dieses Konzept dürfte insbesondere in Entwicklungsländern erfolg haben, aber auch in der westlichen Welt gibt es sicherlich vielfältige Orte, die sich dafür anbieten.

Der Container kann übrigens vom Kunden angepasst werden. Die Komponenten umfassen eine PV-Anlage, benötigte Geräte für den Pflanzenanbau, Batteriespeicher damit der getankte Strom auch am Abend hält, eine LED-Beleuchtung, Pumpen- und Bewässerungssysteme, Informations- und Kommunikationstechnik für Telefon, Internet und Co. Zudem wurde auch an eine Wasseraufbereitung gedacht. Das System kann das abgepumpte Wasser behandeln und sogar zu Trinkwasser verarbeiten.

Je nach Klimazone könnte auch eine Kleinwindkraftanlage Anwendung finden, so können sonnenarme Perioden überbrückt werden, wobei der erzeugte Strom weiterhin in den Batteriespeicher fließt. Für das Konzept konnte der Hersteller bekannte Hersteller wie SMA und Grundlos akquirieren.

Autarkie in Deutschland

Hierzulande wird vielleicht kein Container mehr benötigt, denn das Haus kann über eine PV-Anlage ergänzt werden. Dafür gibt es Photovoltaik aus Wiesbaden und Umgebung, die sich sorgfältig mit dieser Thematik beschäftigt haben.

Das Konzept der Autarkie könnte in Deutschland also auch funktionieren, worüber sogar noch Geld verdient werden könnte, wenn der überschüssige Strom an die Netzbetreiber verkauft wird.

Besonders macht eine PV-Anlage sinn, wenn der gesamte Haushalt darauf — einschließlich Auto — umgestellt wird. Ein Elektroauto könnte zu Hause betankt werden über den eigenen Ökostrom und damit wäre das Fahrzeug jeden Morgen wieder vollgeladen. So besteht auch keine Reichweitenangst. Das Auto kann sogar als Zwischenspeicher dienen, denn der Strom kann aus dem Auto wieder in den Haushalt zurückfließen, wenn der Strom ausfällt — das passiert aber nur selten bis gar nicht, insbesondere wenn die Systeme regelmäßig gewartet werden.